Freie Träger maßgeblich für Kita-Ausbau

27. April 2017 / Comments (0)

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In einem Fachbeitrag auf dem Portal „Das Kita-Handbuch“ (Rubrik: Träger, Verbände, Jugendämter, Fachberatung) geht es um die besondere Rolle, die die „sonstigen freien Träger“ beim Ausbau der Kinderbetreuungs-Infrastruktur in Deutschland spielen.

Zu den „sonstigen freien Trägern“ zählen frei-gemeinnützige sowie privat-gewerbliche Träger, die nicht zu den Kirchen oder den großen Wohlfahrtsverbänden (Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Der Paritätische etc.) gehören. Jeder fünfte Betreuungsplatz in der Kindertagesbetreuung, den freie Träger zwischen 1998 und 2016 schufen, entstand bei einem „sonstigen freien Träger“. Diese Trägergruppe verdoppelte in diesem Zeitraum ihren Marktanteil fast – von 10,5 auf 20,5 Prozent.

Ungleiche Chancen für unterschiedliche Träger

Diese Entwicklung trägt zur Vielfalt der Angebote bei. Das ist ganz im Sinne des Gesetzgebers, der im achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII, §3, Abs. 1) die gewünschte Trägervielfalt in der Jugendhilfe beschreibt. Einen fairen Wettbewerb gäbe es im Bereich der Kindertagesbetreuung dennoch nicht. Bestimmten Trägergruppen würde der Marktzugang erschwert, kritisierte die unabhängige Monopolkommission, die die Bundesregierung berät, in ihrem Hauptgutachten (HG XX) 2012/2013.

Interessen gemeinsam vertreten

Zunehmend schließen sich die „sonstigen freien Träger“ daher in Verbänden zusammen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Der VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart sei ein gutes Beispiel für diesen wichtigen Trend, schreibt die Autorin.

Weegmann, W./Ostendorf-Servissoglou, E.: Freie Träger und ihre Bedeutung für die Kinderbetreuung in Deutschland, Beitrag auf dem Portal „Das Kita-Handbuch“ (Hrsg. Dr. Martin R. Textor)