Kita-Leitungen brauchen Unterstützung …

Hände, die eine Akte aus einer Schublade mit Hängeordnern ziehen

13. Juni 2017 / Comments (0)

Allgemein News

… das lässt sich aus einer repräsentativen Umfrage unter rund 2.500 Kita-Leitungskräfte folgern, die Wolters Kluwer Deutschland – wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Ralf Haderlein von der Hochschule Koblenz – durchführte.

Die im April 2017 veröffentliche DKLK-Studie 2017 (DKLK steht für Deutscher Kitaleitungskongress) stellt gestiegene Anforderungen an Kita-Leitungen bei gleich bleibenden Ressourcen fest. Trotzdem: Über 80 Prozent der Fachkräfte bezeichnen ihre Arbeitsmotivation als sehr hoch oder hoch.

Herausforderungen: Fachkräftemangel, Bürokratie, fehlende Leitungszeit

Was die Kita-Leitungskräfte im beruflichen Alltag belastet, sind Engpässe aufgrund von Fachkräftemangel sowie die zunehmenden bürokratischen Aufgaben. Außerdem haben sie das Gefühl, dass ihnen Leitungszeit fehlt, um ihre Stelle so auszufüllen, wie sie es sich wünschen.

Herausforderung: Kindern mit Fluchterfahrung gerecht werden

45 Prozent der Kita-Leitungen, die angaben, geflüchtete Kinder in ihrer Einrichtung zu betreuen, fühlte sich auf diese neue Aufgabe schlecht vorbereitet.

Herausforderung: aggressiver Kommunikationsstil

25 Prozent der Befragten stellen fest, dass die Aggressivität von Eltern gegenüber pädagogischen Fachkräften tendenziell zunimmt. Mehr Aggression diagnostizieren viele Kita-Leitungen jedoch auch in der Kommunikation im Team sowie mit und unter den Kindern.

Was können Träger tun?

Von ihren Trägern wünschen sich die Leitungskräfte vor allem eine stärkere Fokussierung auf die Bereiche Personalmanagement (31%), Führung von Leitungskräften (25%) und Organisation/Verwaltung (24%). Die Studienautorinnen und -autoren ziehen daraus den Schluss, dass „die Träger mehr dafür tun müssen, bürokratische Aufgaben von den Kitaleitungen abzuziehen und stattdessen beim Träger anzusiedeln. Nur so können Leitungskräfte befähigt werden, freiwerdende Ressourcen verstärkt für die Qualitätsentwicklung ihrer Einrichtung einzusetzen.“

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